Neuropathie beim Greyhound

Die vererbte Neuropathie bei Greyhounds (GN) folgt einem monogen autosomal rezessivem Erbgang. Erste klinische Anzeichen zeigen sich bei betroffenen Welpen im Alter von 8-12 Wochen, es fallen zunehmende Muskelschwäche, Belastungsintoleranz, und ein „hoppelnder“ Galopp mit auswärtsgedrehten Kniegelenken auf. Einige spinale Reflexe, insbesondere der Patellarsehnenreflex, sind nicht auslösbar, dagegen sind Tiefensensibilität und Stell- und Haltereaktionen i.d.R. unbeeinträchtigt. In manchen Fällen betrifft die Lähmung den Kehlkopf, diese Hunde können nur heiser bellen. Die Muskeldegeneration ist fortschreitend und betroffene Welpen müssen im Alter von 9-12 Monaten euthanasiert werden. Bislang liegen uns nur Fälle bei sog. "Show-Greyhounds" vor, es ist nicht bekannt, ob der Defekt auch bei "Renn-Greyhounds" auftritt.

Wir konnten die genetische Ursache dieser Erkrankung identifizieren und einen Gentest entwickeln, mit dem Anlageträger sicher erkannt werden können. Mit Hilfe eines solchen Gentests können zukünftig Anpaarungen so geplant werden, dass keine betroffenen Welpen mehr geboren werden.

Wissenschaftliche Publikation unserer Forschungsergebnisse 

Kontakt: Cord Drögemüller

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