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Institut für Genetik

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Degenerative Myelopathie beim Hovawart

 

Degenerative Myelopathie ist eine erbliche Nervenerkrankung, die in verschiedenen Hunderassen vorkommt. Betroffene Hunde zeigen fortschreitende Lähmungserscheinungen, die bei den Hintergliedmassen beginnen. Erste Anzeichen von Störungen im Bewegungsablauf der Hinterhand wie Straucheln, Stolpern, Zehen-Schleifen können ab etwa 6 Jahren auftreten. Ein Hund mit degenerativer Myelopathie hat keine Schmerzen. Dies ist ein wichtiger Unterschied zu anderen Erkrankungen, die zu einer Hinterhandlähmung führen können, wie z.B. dem Cauda-Equina-Syndrom. Ein amerikanisch-schwedisches Forscherteam hat vor kurzem einen genetischen Risikofaktor für degenerative Myelopathie beim Welsh Corgi und einigen anderen Hunderassen entdeckt. Es hat sich gezeigt, dass beim Hovawart noch weitere genetische Risikofaktoren vorhanden sein müssen, bevor sich eine degenerative Myelopathie entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Universität Uppsala in Schweden möchten wir die genetischen Ursachen der degenerativen Myelopathie beim Hovawart weiter erforschen und einen Gentest entwickeln, der speziell für diese Rasse zuverlässige Ergebnisse liefert. Hierfür benötigen wir EDTA-Blutproben von möglichst vielen betroffenen Tieren sowie deren Eltern und Geschwister. Wir bitten hierzu Züchter, Besitzer und niedergelassene Tierärzte um ihre Mithilfe und die Einsendung von Proben.

Kontakt: Elisabeth Dietschi

 

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