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Osteochondrodysplasie ist eine monogen autosomal rezessiv vererbte Anomalie des Knorpel- und Knochenwachstums, die zu 'Disproportioniertem Zwergwuchs' führt, und bei verschiedenen normalwüchsigen Rassen vorkommt. Es kommt zu einem frühzeitigen Stillstand des Knochenwachstums der langen Röhrenknochen, vor allem in der Vorhand. Die Rumpflänge und –tiefe sind nicht beeinträchtigt. Die ausgewachsenen Hunde sind in der Hinterhand überbaut und stehen auf zu kurzen Läufen, wobei die Vorhand einen 'Radius curvus' aufweist. Ein 'Radius curvus' entsteht, wenn der Radius (Speiche) noch wächst, aber von der nicht mehr wachsenden Ulna (Elle) blockiert wird. Dies kann entweder durch Osteochondrodysplasie, Unfall oder Knochenentwicklungsstörungen verursacht werden. Durch eine Röntgenaufnahme kann die eindeutige Ursache festgestellt werden. Bei erkrankten Welpen wird schon früh eine Fehlstellung in der Vorhand sichtbar. Das asynchrone Längenwachstum von Radius und Ulna kann zu einer Inkongruenz im Ellgbogengelenk und zu Fehlstellungen der Gliedmassen führen. Arthrosen im Ellbogengelenk sind fast immer die Folge. Wir möchten für diese Krankheit die genetische Ursache finden und einen Gentest entwickeln mit dem Träger sicher erkannt werden können. Wir bitten daher Besitzer, Züchter und Tierärzte um die Einsendung von Blutproben von betroffenen Hunden, sowie deren Eltern und Geschwistern.
Kontakt: Elisabeth Dietschi