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Institut für Genetik

Titelbild

Disproportionierter Zwergwuchs beim Labrador Retriever

 

Osteochondrodysplasie ist eine monogen autosomal rezessiv vererbte Anomalie des Knorpel- und Knochenwachstums, die zu 'Disproportioniertem Zwergwuchs' führt, und bei verschiedenen normalwüchsigen Rassen vorkommt. Es kommt zu einem frühzeitigen Stillstand des Knochenwachstums der langen Röhrenknochen, vor allem in der Vorhand. Die Rumpflänge und –tiefe sind nicht beeinträchtigt. Die ausgewachsenen Hunde sind in der Hinterhand überbaut und stehen auf zu kurzen Läufen. Betroffene Labrador Retriever haben in der Regel nur etwas kürzere Beine, aber nach bisherigem Kenntnisstand keine gesundheitlichen Probleme wie z.B. sekundäre Gelenkserkrankungen. Diese leichte Form der Osteochondrodysplasie hat nichts mit der bekannten Retinadysplasie/Okuloskeletale Dysplasie (RD/OSD) zu tun, für die es bereits einen Gentest gibt. Wir möchten die genetische Ursache für die Osteochondrodysplasie finden und einen Gentest entwickeln, mit dem Träger sicher erkannt werden können. Wir bitten daher Besitzer, Züchter und Tierärzte um die Einsendung von Blutproben von betroffenen Hunden, sowie deren Eltern und Geschwistern.

Kontakt: Tosso Leeb

 

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