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Institut für Genetik

Titelbild

Polyneuropathie beim Leonberger

Leonberger mit Polyneuropathie (Riche 2006, Diss. med. vet.)

 

Die vererbte Polyneuropathie bei Leonbergern (IPN oder LPN) ist eine Gruppe von klinisch ähnlichen Erkrankungen, die aber durch unterschiedliche genetische Mutationen hervorgerufen werden. Die LPN der Leonberger wird in der Regel im Alter zwischen 1 und 5 Jahren sowohl bei Rüden als auch bei Hündinnen klinisch sichtbar. Die ersten Anzeichen bei betroffenen Hunden sind häufig  Bewegungsstörungen mit auffälligem Schwund der Gliedmassenmuskulatur sowie Atemwegsprobleme (Dyspnoe). Die Erkrankung ist pathologisch durch eine distale symmetrische degenerative periphere Polyneuropathie gekennzeichnet. Zusammen mit amerikanischen Kollegen konnten wir eine ursächliche Mutation für eine besonders schwere Form der LPN identifizieren und bieten hierfür einen Gentest an. Da dieser Gentest aber nicht alle Formen der LPN erfasst, bitten wir weiterhin um die Zusendung von Blutpropen erkrankter Leonberger. Für die Forschung ist es sehr wichtig, dass erkrankte Hunde durch spezialisierte Nuerologen und möglichst auch durch die pathologische Diagnostik einer Muskel/Nervbiopsie genau abgeklärt werden. 

Kontakt: Cord Drögemüller

Informationen zu Muskel/Nervbiopsien

LPN1 Gentest

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