Institut für Genetik

Degenerative Myelopathie beim Hovawart

Degenerative Myelopathie ist eine erbliche Nervenerkrankung, die in verschiedenen Hunderassen vorkommt. Betroffene Hunde zeigen fortschreitende Lähmungserscheinungen, die bei den Hintergliedmassen beginnen. Erste Anzeichen von Störungen im Bewegungsablauf der Hinterhand wie Straucheln, Stolpern, Zehen-Schleifen können ab etwa 6 Jahren auftreten. Ein Hund mit degenerativer Myelopathie hat keine Schmerzen. Dies ist ein wichtiger Unterschied zu anderen Erkrankungen, die zu einer Hinterhandlähmung führen können, wie z.B. dem Cauda-Equina-Syndrom. Ein amerikanisch-schwedisches Forscherteam hat eine ursächliche genetische Variante für degenerative Myelopathie entdeckt, welche in einem kommerziell verfügbaren Gentest untersucht werden kann. In Zusammenarbeit mit der Universität Uppsala in Schweden sowie Prof. Dr. Thomas Bilzer von der Universität Düsseldorf möchten wir die degenerative Myelopathie beim Hovawart weiter erforschen und nach zusätzlichen Risikofaktoren für degenerative Myelopathie suchen. Hierfür benötigen wir EDTA-Blutproben von möglichst vielen betroffenen Tieren sowie deren Eltern und Geschwister. Wir bitten hierzu Züchter, Besitzer und niedergelassene Tierärzte um ihre Mithilfe und die Einsendung von Proben.