Institut für Genetik

Sebadenitis beim Hovawart

Sebadenitis ist eine Autoimmunerkrankung, die bei verschiedenen Hunderassen vorkommt. Es kommt zu einer entzündlichen Zerstörung der Talgdrüsen. Die ersten Anzeichen fallen meistens im Gesicht, am Nacken, an den Ohren oder an der Rute auf. Die Rute sieht dabei oft aus wie ein Rattenschwanz. Die Haare fallen büschelweise aus und werden von gelbbraunen Keratin-Klumpen zusammengehalten. Das Haarkleid erscheint stumpf und sieht wie von Motten zerfressen aus, da die ausgefallenen Haare nur noch in degenerierter Form oder gar nicht mehr ersetzt werden. Die Haut wird trocken und schuppig. Durch Sekundärinfektionen kommt es zu mehr oder weniger starkem Juckreiz und der Bildung von Komedomen (Mitesser). Oft entwickelt sich ein unangenehmer Fellgeruch. Die Krankheit beginnt meistens mit etwa 3-4 Jahren, kann aber auch noch viel später in Erscheinung treten. Der Verlauf ist unterschiedlich im Schweregrad und reicht von lokalisierten Stellen bis generalisiert. Bisher existiert keine Heilungsmöglichkeit, aber mit einer aufwändigen Therapie können die Symptome gelindert werden. Wir möchten die genetischen Risikofaktoren für Sebadenitis beim Hovawart weiter erforschen und einen Gentest entwickeln, der speziell für diese Rasse zuverlässige Ergebnisse liefert. Hierfür benötigen wir EDTA-Blutproben von möglichst vielen betroffenen Tieren sowie deren Eltern und Geschwister. Wir bitten hierzu Züchter, Besitzer und niedergelassene Tierärzte um ihre Mithilfe und die Einsendung von Proben.