Institut für Genetik

Shaking Puppy Syndrom beim Deutschen Schäferhund

Laufendes Forschungsprojekt, Kontakt:  med. vet. Matthias Christen

Das Shaking Puppy Syndrome, oder auch Canine Hypomyelation, ist eine erblich bedingte Erkrankung, die in der verzögerten Myelinisierung von Nerven resultiert. Myelin wirkt als isolierende Schicht, welche die Nerven umgibt und so eine gute und schnelle Impulsweiterleitung zwischen Hirn und bewegungsausführenden Muskeln garantiert. Folge schlechter Myelinisierung sind Probleme mit der Feinsteuerung von Muskelkontraktionen (Zittern in Hintergliedmassen und Kopf, Koordinations- und Balanceprobleme, verzögerte Reflexe). Dies kann so weit gehen, dass betroffene Welpen so stark zittern, dass sie Mühe haben bei ihrer Mutter zu Saugen. Ausserdem verbrauchen die konstanten Muskelkontraktionen viel Energie, so dass betroffene Welpen im Wachstum zurückbleiben

Wir möchten gerne die molekulargenetischen Grundlagen dieser Erkrankung beim deutschen Schäferhund erforschen. Für unsere Forschung benötigen wir Blutproben von betroffenen deutschen Schäferhunden, sowie von deren nächsten Verwandten (Eltern und gesunde Vollgeschwister). Falls Sie sich an unserer Studie beteiligen möchten und bereit sind, eine Blutprobe Ihres Hundes einzuschicken, befolgen Sie bitte die Hinweise in unserem Merkblatt.