Institut für Genetik

Subakute nekrotisierende Enzephalopathie (SNE) beim Yorkshire Terrier

Abgeschlossenes Forschungsprojekt, Kontakt: Prof. Cord Drögemüller

ZNS-Läsionsmuster bei SNE erkrankten Yorkshire Terriern.
ZNS-Läsionsmuster bei SNE erkrankten Yorkshire Terriern. Baiker et al. (2009) Acta Neuropathol 118:697-709.

Die subakute nekrotisierende Enzephalopathie (SNE) tritt beim Yorkshire Terrier familiär gehäuft auf und wird rezessiv vererbt. Die SNE wird in der Regel im ersten Lebensjahr sowohl bei Rüden als auch bei Hündinnen klinisch sichtbar und führt zum Tod. Die ersten Anzeichen bei betroffenen Hunden sind ein abnormaler Gang (Ataxie, später Tetraplegie, Spastizität) sowie zentralnervöse Seh- und Wahrnehmungsstörungen. Neuropathologisch ähnelt die SNE bei Yorkshire Terriern der SNE bei Alaskan Huskies und dem Leigh-Syndrom beim Menschen. Wir konnten die genetische Ursache der SNE bestimmen und einen Gentest entwickeln, mit dem Anlageträger sicher erkannt werden können.